SO GEHT MAN UM MIT PERSONALBERATERN - 10 einfache Regeln
Hier die wichtigen "golden rules" zum Umgang mit Personalberatern:
Arbeiten Sie nur mit ausgewiesenen Unternehmen und Beratern zusammen. Der Personalberater verkauft Sie schließlich an Ihren zukünftigen Arbeitgeber. Vertrauen Sie Ihrem Gefühl: Wenn Sie innerlich Nein sagen zu einem Personalvermittler, dann sagt das auch ein potenzieller Arbeitgeber. Der Ruf des Beraters färbt auf Sie ab. Ist er ein schwarzes Schaf der Branche, dann werden Sie auch eins. Was nützt Ihnen der beste "Vermittler", wenn er von Ihrem Fachgebiet keine Ahnung hat? Wie soll er Sie verkaufen, wenn er schlicht nicht weiss, was Sie eigentlich den ganzen Tag lang so machen und wenn er die Firmen nicht kennt, die für Sie am interessantesten sind. Rufen Sie am besten vorher an und fragen Sie nach. Tönt es nach Feld-Wald-und-Wiesen-Vermittlung, dann rate ich zur Vorsicht. Wir als Beispiel sind ganz klar focusiert – und suchen seit Jahr und Tag in genau unseren Branchen. Dies lässt sich anhand unserer Inserate auch ausgoogeln. Trauen Sie sich ruhig einen Vermittler abzulehnen, wenn er Sie als Mensch, Berater und Verkäufer oder von seiner Fachkompetenz her nicht überzeugt. Wir sind zwar auch sensible Wesen, aber um unsere zarten Seelen gehts hier nicht - sondern um Ihre Zukunft und das ist keine Nebensache! Wenn er Sie nicht überzeugt, wird er auch keinen Personalmenschen überzeugen! Wir wissen immer was wir suchen - SIE müssen uns auch sagen was SIE wollen - sonst wird das leider nix mit uns – außer Spesen nix gewesen. Beim Gespräch mit einem Vermittler läuft eigentlich das Selbe ab wie sonst in einem Interview: Sie bewerben sich - vergessen Sie das nicht! Wenn Sie den Personalberater nicht überzeugen, wird er sich nicht für Sie ins Zeug legen. Aber: Wir sind auch Ihre persönlichen Berater - das soll heißen, Probleme ansprechen und um Rat fragen. Wie soll ich mich verhalten, was soll ich sagen wenn, wie bewerten Sie dieses Zeugnis, was für ein Gehalt soll ich fordern, welche Ausbildung wär noch sinnvoll, was halten Sie von Firma x und y, ich habe immer den Drang meiner Chefin ins Bein zu beissen, warum hasst sie mich bloss etc.” Stellen Sie diese Fragen bedenkenlos, gute Vermittler können Ihnen wirklich weiterhelfen. Dafür sind wir da! Aber achten Sie darauf, dass Sie dabei den Glauben des Personalberaters an Sie nicht zerstören. Wenn Sie so skurrile Probleme haben, dass er Sie plötzlich verachtet, dann legt er Sie ad acta und da wollen Sie ja wirklich nicht hin, oder? Ist ja auch doof dort. Findet er Sie hingegen traumhaft, dann findet er für Sie auch den Traumjob. Wenn Sie einem Vermittler sich und Ihre Unterlagen überlassen und er sich für Sie zu engagieren verspricht, dann bleiben Sie am Ball, sonst vermodern Sie auf der Reservebank! Treffen Sie klare Vereinbarungen, rufen Sie jede Woche an und fragen Sie nach dem neusten Stand. Personalberater sind heutzutage arme Kerle, die sich durch Berge von Lebensläufen durchkämpfen müssen. Da bleibt schon mal was liegen. Seien Sie also lieb mit uns! Melden Sie sich regelmäßig und fragen Sie nach, wie's steht. Erfahrungsgemäß wandert Ihr Lebenslauf dann wieder nach oben im Stapel. Wenn nach Wochen nichts geschieht und der Berater nur noch dumme Ausreden stammelt, sollten Sie ernste Töne anschlagen. Fragen Sie, weshalb er Sie nicht richtig betreut, vielleicht lernen Sie was dabei. Und dann wechseln Sie den Berater. Wenn ein Vermittler sich kostenlos für Sie geradezu aufreibt, viele Stellen vorschlägt, super Vorstellungsgespräche organisiert und Ihnen die Jobsuche wirklich professionell abnimmt, dann ist er ein Lieber und Guter, oder? Ergo kooperieren Sie mit ihm, das hat er verdient. Erklären Sie präzise welche Stellen Sie interessieren, welche nicht und warum. Dann wird Ihr Vermittler sich immer besser auf Sie focusieren und Sie haben noch mehr davon. Das kann sich sogar Jahre später, beim nächsten Stellenwechsel, noch auszahlen. Geben Sie Rückmeldungen nach Vorstellungsgesprächen, damit der Vermittler nicht verhungert, der Arme. Auch er braucht Feed Back, Motivation und ein bisschen Lob. Natürlich werden Sie mehr als einen guten Berater einspannen, wenn Sie schlau sind. Das ist legitim – würde ich auch so machen, auch wenn viele unserer Konkurrenten davon verrückt werden! Wir haben das gar nicht gerne, aber nur, weil uns ein anderer die Provision wegschnappen könnte. Viele von uns drängen deshalb auf Exklusivität, aber das ist nur für uns gut, nicht für Sie. Kein Berater hat allein alle guten Kontakte, auch wenn sie das behaupten. Sie lügen einfach. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, dass Sie wissen, welcher Berater was für Sie tut. Managen Sie Ihre Vermittler. Geben Sie ihnen die jeweils besten Kunden für eine Kontaktaufnahme frei und sperren Sie andere ausdrücklich. Keine Hemmungen und Mauscheleien, sondern Offenheit und Transparenz. Liegt Ihr Lebenslauf bei einer Firma in doppelter oder gar dreifacher Ausführung auf dem Tisch, fällt das auf Sie zurück. Sie outen sich als unsorgfältiger Stellen-Winsler, der nicht mal sowas im Griff hat. Die Firma muss eruieren, welcher Vermittler ohne Ihr Einverständnis Ihren Lebenslauf rumgeschickt hat, wem sie die Provision schuldet, muss bei Ihnen Rückfragen und alles is peinlich. Das ist sehr unangenehm und ein Mega-Filter für Sie – und für den unschuldigen Personalberater. Wehren Sie sich deshalb vor allem gegen blinde, massenhafte Lebenslaufverschickereien! Das machen ein paar Oberspezialisten unserer Branche: Lebenslauf in den Computer, Mailprogramm starten und dann "send mail to everybody all over the world". Was das mit Beratung zu tun hat, ist mir schleierhaft. Sie verlieren vollends die Kontrolle und Ihr Lebenslauf landet im besten Fall sogar bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber! Das haben wir alle schon erlebt. Da kam bei allen aber schön Freude auf.
Sie sehen:
Und sie haben Einfluss auf ihre Kunden, ziemlich erheblichen sogar. |
SteBA - Team Kontakt
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